Last month

Vorneweg: Mein Reisebericht zu unserem Tahiti-Urlaub ist fertig und kann hier gelesen werden.
Mitte Juni: Nun ist tatsächlich unser letzter Monat in Kalifornien angebrochen. Mit einer Mischung aus Vorfreude wieder in Europa bzw. Deutschland bei Freunden, Familie, gutem Essen, Kultur und neuen Herausforderungen zu sein, haben wir hier natürlich auch viele neue Freunde gefunden, sehr viel erlebt und uns entsprechend weiterentwickelt. Hier habe ich einige Befürchtungen, wie wir uns wieder integrieren. Wenn ich an einen norddeutschen November mit anständigem Landregen denke, überkommt mich hier nicht gerade die Begeisterung ;-).  
So erleben wir die Zeit hier noch bewusster. Ich war noch einmal auf meiner Lieblingsroute Mountainbiken. Wir waren nochmals bei unserem Friseur. Katrin & ich waren nochmals zum Lunch in der Castro Street (unserer kleinen Fußgängerzone die sich von einer abgesperrten Straße in den letzten 4 Jahren tatsächlich zu so etwas wie einer Fussgängerzone entwickelt hat). Ich habe mit den Jungs nördlich von San Francisco, im Sonoma County, nochmals eine Tour mit unserem Camper gemacht. Während Raphael und ich mit den Kajaks unterwegs waren, war Jonathan mit einem Freund und seinem Vater im selben Camp, sodass es sich sehr gut ergeben hat. Währenddessen war Katrin den Tag über mit zwei Freundinnen in Santa Cruz und abends beim Western Dance in San José. Am Sonntag haben wir uns dann alle wieder zu Hause getroffen, und Raphael hat noch für seine letzten Tests des Schuljahres gelernt. 
Am Wochenende um den 12. Juni hat Katrin dann bei mir ihr Geburtstagsgeschenk eingelöst. Ein kleiner Segeltörn unter der Golden Gate Bridge. Das haben wir beide zum Anlass genommen, uns ein schönes verlängertes Wochenende in San Francisco und Umland zu machen. Die Jungs waren auf Geburtstagsfeiern bei Freunden mit Übernachtung unterwegs. So hatten wir gleich 2 Nächte frei :-). Am Freitag sind wir dann auch gleich in die Marin Headlands nördlich von San Francisco gefahren und haben dort eine schöne Wanderung gemacht. Diese Gegend habe ich während meiner Trail Runs (50k in 2024, 80k in diesem März) schon kennengelernt und finde es immer wieder schön, dort zu sein. Nach unserer Wanderung ging es zum Lunch auf die andere Seite zur Bay, wo wir in einem kleinen Lokal unsere ersten Austern des Wochenendes genossen haben. Solange man an der Quelle wohnt sollte man es ausnutzen ;-) Anschließend sind wir zurück über die Golden Gate Bridge nach San Francisco gefahren und haben unser Hotel an der Fisherman's Wharf bezogen. Zu Fuß ging es dann zum Bikeverleih unseres Vertrauens, wo wir nach etwas Wartezeit e-Bikes für den Abend ausgeliehen haben. Mit diesen sind wir dann an der Bay entlang zu unserem Lokal zum Abendessen gefahren. Ein nettes kleines Restaurant mit kalifornischer Küche und französischem Einfluss. Das Essen war sehr fein und der Wein gut :-) Da der Abend noch recht jung war, haben wir unsere E-Bikes gegen bessere ausgetauscht, die wir dann auch das ganze Wochenende über hatten, und sind noch weitergezogen. Die erste Cocktailbar hätte die Chance auf einen Sonnenuntergang über den Dächern von San Francisco gehabt, wenn da nicht der typische Wolkenschleier gewesen wäre…So hatten wir dort nur einen Cocktail und sind weiter zur nächsten Bar die Katrin noch auf ihrer Bucket List hatte. Grund ist, dass die Bar der Schwester einer ehemaligen MItarbeiterin von Katrin gehört, bei der wir auch auf der Hochzeit und zum Ski fahren in Truckee waren. Da sie uns nicht sofort erkannt hat, war die Überraschung umso größer, als wir ihr Bilder von der Hochzeit gezeigt haben, auf denen wir gemeinsam zu sehen sind. Das war dann aber auch die letzte Station des für mein Alter langen Abends. Am Samstag sind wir nach einem Standard-Hotel-Frühstück zu Fuß zur Pier 39 gelaufen, wo unser Segelboot ablegt. Neben uns waren noch 6 weitere Passagiere an Bord. Zur Begrüßung gab es gleich einen Sekt, sodass die Stimmung und die 2 Stunden Seefahrt zwar windig, aber sehr schön waren. Da wir von der Pier39 auch an Alcatraz vorbeigefahren sind, konnte ich nochmals meine Schwimmstrecke des Triathlons analysieren, um festzustellen, dass ich seit der Zeit wirklich nicht die ideale Route geschwommen bin;-) Dieses Mal war ich jedoch sehr froh, im Boot auf dem Wasser und nicht im Neoprenanzug im Wasser zu sein. Nach der Bootsfahrt sind wir dann mit unseren Bike quer durch San Francisco zum Mission Dolores Park gefahren. Dort hatten wir eine schöne Aussicht auf San Francisco und viele sehr entspannte Leute. Neben Wunderpilzen und Space Cookies gab es auch recht offen fertig gedrehte Joints zu Kaufen...wir haben jedoch dankend abgelehnt und hatten auch so unseren Spaß. Gegen Abend waren wir noch in einem kleinen Restaurant, wo man direkt an der Küchentheke sitzen und den Köchen beim Kochen zuzuschauen konnte. Nach den obligatorischen Austern und einem Krabben-Sandwich ging es weiter nach Little Italy in eine SPortsBar, um noch das WM-Fußballspiel Australien-Türkei zu schauen. Etwas verwundert waren wir, dass es vor dem SPiel so voll war und alle Basketball geschaut haben. ERst dann haben wir verstanden, dass es das NBA-Finale war, das am Ende New York gewann. Aber nachdem das Finale zu Ende war und der Sieger klar war, wurde noch kurz gefeiert und 30 Minuten später war, als wäre nichts gewesen, bereit für die nächste Kundschaft. Ganz amerikanisch eben. Nach dem Fußballspiel und etwas Bier sind wir dann noch einmal wehmütig mit den Bikes durch das nächtliche San Francisco gefahren. Am Sonntag stand dann für uns um 10 Uhr morgens das erste WM-Spiel der deutschen Auswahl auf dem Programm. Hierzu haben wir uns auch eine Sportsbar gesucht, in der wir wussten, dass das Spiel lief. Bei Weißbier vom Fass und umringt von vielen deutschen Auswanderern war die Stimmung super. Danach ging es noch in ein kleines Café zum Lunch, bevor wir die Bikes endgültig zurückgebracht und zu Fuß durch Chinatown zum Hotel gelaufen sind. Dann ging es mit dem Auto zurück nach Mountain View, um die Kinder einzusammeln und den Rest des Sonntags gemeinsam ausklingen zu lassen. 
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Party & Tri