French Polynesia - Bilderbuch Südsee
Nach fast einem halben Jahr Planung hat Ende März unsere Reise in die Südsee begonnen. Solange wir noch in den USA sind, wollten wir diese Reise unternehmen. 8 Stunden Direktflug von San Francisco sind deutlich weniger als fast 2 Tage von Deutschland aus.
Nachdem wir noch das Wochenende mit unseren Freunden aus Hannover an der kalifornischen Pazifikküste verbracht hatten, ging es dann am Sonntag um 23 Uhr von San Francisco nach Tahiti.
30. März: Für den Aufenthalt optimiert sind wir spät abends in San Francisco abgeflogen und haben quasi die Nacht im Flieger verbracht. Ganz so schlimm wie befürchtet war es nicht (vermutlich auch, weil wir vernünftige Sitzplätze mit ausreichend Beinfreiheit hatten), sodass wir alle relativ frisch früh morgens auf der Hauptinsel Tahiti in Papeete angekommen sind. Vom Flughafen ging es dann direkt zum Hafen, wo wir während der Wartezeit auf die nächste Fähre nach Mo'orea gefrühstückt haben. In einem kleinen Café haben wir auch gleich den kulinarischen französischen EInfluss positiv bemerkt und sind mit Pancakes, Obst und Pain au Chocolat in den Tag gestartet. Mit der Fähre ging es dann 30 Minuten problemlos nach Moorea. Ein kleiner Schockmoment war, als die Autovermietung angerufen hat und mitgeteilt hat, dass das Fahrzeug nicht verfügbar ist. Glücklicherweise konnten wir daraufhin kostenlos stornieren und haben bei einer anderen Autovermietung tatsächlich einen neuen Ersatzwagen bekommen. Der erste Eindruck der Insel ist überwältigend. Ich komme mir vor wie auf der von Robert Louis Stevenson beschriebenen Schatzinsel. Überschaubar und einfach genial. Zu unserer kleinen Villa auf dem Hügel mit Blick auf die Bucht sind wir ca 20 Minuten mit dem Auto an der Küste entlang gefahren. Mittags sind wir am öffentlichen Strand im Park Plage de Tiahura geschnorchelt und haben schon einen ersten Eindruck der Unterwasserwelt gewonnen. Abends waren wir in der Nähe in einem Restaurant essen. Mit Fisch ’ n Chips und lokalem Menü mit Bananenbrot, Kokos Eis, Chicken und in Kokosmilch roh eingelegtem lokalem Fisch haben wir einen ersten Eindruck der lokalen Küche gewonnen.
31.03.26: Best day ever. Nur Aufbackbrötchen mit französischem Nussaufstrich, den wir noch am Vorabend gekauft haben, gefrühstückt. Dann ging es mit unserem Mietwagen nach kurzer Fahrt zum Strand, wo wir uns ein kleines Motorboot zum Selbstfahren ausgeliehen haben. 6 PS Außenbordmotor und keine Lizenz notwendig, auch wenn ich als "Kaptain" die Verantwortung für das Boot und seine Crew hatte. Die Navigation zwischen den Sandbänken hindurch hat Katrin (mit reichlich gut gemeinten Hinweisen unserer Kinder) zielsicher übernommen. So sind wir nach 10 Minuten Fahrt am Banc de Sable Raies et Requins vor Anker gegangen. Genauer gesagt haben wir unser Boot an einer Boje festgemacht. Und es war tatsächlich, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Ich war noch dabei, meine Schnorchelausrüstung zusammenzusuchen, als Katrin mit den Jungs schon im Wasser war und bei kristallklarem Wasser sofort in Sichtkontakt mit den ersten Haien stand. Die Schwarzspitzen-Riffhaie (Blacktip reef shark) ist völlig ungefährlich und nicht riesengroß. Aber immerhin ein Hai ;-) Hinzu kamen auch noch kleinere Rochen, die das erste Schnorchelerlebnis noch beeindruckender machten. Nachdem jedoch auch weitere Boote Halt gemacht und Schnorchler zu Wasser gelassen hatten, sind wir kurzerhand mit unserem Boot weitergefahren. Am nächsten Ort gab es dann neben Meeresschildkröten auch noch einige schöne Korallen, um die man schwimmen konnte. Zum Mittag waren wir wieder rechtzeitig zurück an Land und haben auf dem Weg zu unserer nächsten Aktivität noch in einem kleinen Gartenlokal (Lilikoi Garden Cafe) sehr frisches lokales Mittagessen. Unsere Nachmittagsaktivität war bei den sog. Coral Gardeners. Eine Non-Profit-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Korallen zu pflanzen und wieder auszusetzen. In Summe sehr aufwändig, aber es funktioniert. So haben wir eine Boots- und Schnorchel-Tour zu den Gärten gemacht und uns angeschaut, wie die Korallen wachsen. ein schönes und auch lehrreiches Erlebnis. Zum Abend haben wir im Supermarkt noch frischen Fisch (was sonst ;-)) und Pasta gekauft, die es dann in unserer kleinen Villa zum Abendessen gab.
01.04.26: Für heute hatten wir eine Canyoning-Tour im Landesinneren geplant. Für uns hat es sich gut ergeben, dass wir die einzigen waren, die diese Tour gebucht hatten. So hatten wir den Guide für uns alleine und er konnte entsprechend gut auf uns eingehen. Wie es beim Canyoning üblich ist, hatten wir alle unsere Abseilausrüstung am Mann und sind so durch den Dschungel gewandert und haben uns in diversen Wasserfällen abgeseilt. Da diese Tour wohl nicht so oft stattfindet war der Weg z.T. etwas abenteuerlich bzw. als solcher gar nicht erkennbar. Gut, dass es in ganz Franz. Polynesien keine gefährlichen Tiere im Urwald gibt ;-) So mancher Wasserfall war für uns Herausforderung genug. Jonathaen und Rapahepl haben ein, zwei Wasserfälle ausgelassen und sind mit dem Guide zu Fuß den Alternativweg gelaufen. Was manchmal vermutlich anstrengender war. Und auch für Katrin und mich war ein Wasserfall mit einem kleinen Free Fall bzw. dem Hereinpendeln in eine Höhle ist auch eine mentale Herausforderung. Letztendlich haben wir alle es geschafft und hatten so ein schönes „Familienteam-Building“Familienteam-Building” -Erlebnis. Den Mittag haben wir dann kurz in unserem Häuschen verbracht und uns ein wenig ausgeruht. Nachmittags haben wir dann noch eine Saftfabrik besucht, und dort gab es auch eine kostenlose Saft-&-Rum-Verkostung. Zum Nachmittag wollten wir noch etwas frischen Fisch im kleinen Hafen kaufen. Zwar gab es keinen Verkaufsstand am Hafen, dafür eine Familie von Nurse Sharks die im Hafenbecken geschwommen ist. Ein schönes Erlebnis, zumal die Tiere doch recht groß sind. Zum Sonnenuntergang sind wir anschließend an den Strand gefahren, wo wir auch unser Motorboot gemietet hatten, und haben es genossen, ohne uns umzuschauen, in der Öffentlichkeit ein Bier am Strand zu trinken ;-). Zum Abendessen ging es die Küstenstraße noch ein Stück weiter in ein kleines Lokal mit frischem Fisch und einer riesigen Pofiterol zum Nachtisch.
02.04.26: Nun ging es schon wieder zurück nach Tahiti. Den Mietwagen haben wir unkompliziert am Hafen zurückgegeben und sind mit der Fähre wieder 45 Minuten nach Papeete gefahren. Unterwegs gab es noch frische Mango und Ananas. Vom Fähranleger ging es dann per Taxi wieder zurück zum Flughafen, wo wir noch etwas Zeit bis zu unserem Abflug nach Rangiroa hatten. Gut, dass wir den McDonald’s im Flughafen erst später gesehen haben. So hatten wir vorher bereits Lunch mit Pizza für die Jungs und Baguette und Lava Cake für Katrin und mich. Der 60-minütige Flug in einer kleinen Propeller-Maschine war angenehm und wir hatten eine super Aussicht auf die sog. blaue Lagune, die wir später auch noch besuchen wollten. Am sehr kleinen Flughafen wurden wir herzlich von der Dame unserer nächsten Unterkunft empfangen und direkt zur Anlage gefahren. Die Anlage bestand aus 4 Bungalows und einem Aufenthaltsbereich am Strand, wo es Frühstück gab und bei Bestellung auch Abendessen für alle Gäste. Vor dem Abendessen sind wir zu Fuß zur Tauchbasis am Strand gelaufen, für die wir bereits in Mountain View unseren ersten Tauchgang gebucht hatten. Das Abendessen wurde für die Gäste frisch gekocht und bestand aus einem kleinen 3-Gänge-Menü mit Thunfisch-Carpaccio als Vorspeise, gerietener Marlin als Hauptspeise und einer Passion-Fruit-Creme als Nachspeise. Katrin und mir hat es sehr gut geschmeckt. Dazu gab es eine Rose vom einzigen, auch sehr kleinen Weingut des Atolls. So kann man in Französisch-Polynesien wirklich sehr gut essen und dabei eine spektakuläre Landschaft genießen. Die Jungs haben “leider noch“ keinen guten Geschmack, sodass ich letztendlich eine doppelte Portion des Menüs hatte und wir für die nächsten Abende Pasta mit Soße für die Jungs bestellt haben.
03.04.26: Frühstück um 7 mit selbstgemachter Marmelade, Bananen-Pancakes, Baguette, hausgemachtem Joghurt. Zu Fuß über den Strand zum Tauchshop. Im Tauchshop haben wir dann eingecheckt und für uns alle die Ausrüstung ausgeliehen. Die Jungs hatten eine Tauchlehrerin, und Katrin und ich hatten noch mit einer anderen Frau einen Guide, mit dem wir sicherheitshalber nochmals einen Refresh Dive vereinbart hatten. Wir sind gemeinsam mit einem festen Schlauchboot rausgefahren und waren nach 5 Minuten in der Lagune am sogenannten Aquarium. Einem Tauchspot, der seinem Namen alle Ehre macht ;-). Klares Wasser, Korallen und so viele Fische wie in einem Aquarium. Wieder zurück an der Tauchschule waren wir alle schwer beeindruckt. So dass wir kurzerhand nach einer kleinen Pause alle gemeinsam zum nächsten Tauchgang aufgebrochen sind. Dieses Mal jedoch etwas weiter, 15 Minuten Fahrt aus der Lagune raus an das außenliegende Riff der Lagune. Dort haben wir dann auch gleich den Pazifik gespürt. Die Wellen waren recht hoch und unser kleines Boot recht schaukelig. So waren letztendlich alle froh schnell ins bzw. unter Wasser zu kommen. Die Unterwasserwelt wäre dafür ebenfalls beeindruckend. Nachdem wir es trotz der Wellen auch alle wieder zurück ins Boot und zur Tauchschule geschafft hatten, waren wir recht froh ;-). Alle ein wenig seekrank und Katrin mit leichten Ohrenschmerzen…so haben wir kurzerhand den für den Nachmittag geplanten Tauchgang abgesagt und sind mit den Hotelbikes zum Mittagslunch an den Hafen gefahren. Ein sehr entspannter Ort mit keiner großen Auswahl, aber frischem Fisch und kühlem Bier, was will man im Urlaub mehr. Danach zurück und noch Schnorcheln bei uns am Strand in der Lagune sowie Kajaktouren. Abends mit den Bikes in die andere Richtung in einen kleinen Food Truck mit frischem Fisch und den saftigsten (Parrot Fisch) Fish n Chips ever.
4.April 2026: Heute hatten wir etwas mehr Zeit, das gute Frühstück mit Blick auf die Lagune zu genießen. Dieses Mal gab es zusätzlich hausgemachten Schoko-Bananenkuchen. Um 08:30 Uhr wurden wir dann für unsere Tagestour abgeholt. In einer kleinen Gruppe von ca. 10 Personen sind wir mit dem Boot quer über die Lagune gefahren. Da es sich ja um die zweitgrößte Lagune der Welt handelt, sind wir auch eine Stunde gefahren. Angekommen, hat uns erst einmal ein anständiger Regen erwartet, sodass wir schon befürchteten, dass es ein Regentag wird. Das hat sich zum Glück jedoch nicht bewahrheitet. Weil das Wasser zu niedrig stand, mussten wir die letzten paar Meter vom Boot zur Insel zu Fuß durch kniehohes, kristallklares Wasser gehen. Auf der Insel wurde dann ein schönes BBQ mit Fisch und Hühnchen vorbereitet, während wir in der Gegend schnorcheln waren. Schon ein wenig enttäuscht vom Schnorcheln zurück am Strand, wurde es dann immer besser. Letztendlich waren wir umringt von Haien ;-) Schwarzflossen-Riffhaie haben in der sog. Blue Lagoon ihre Heimat bzw. Kindergarten. Das Wetter war auch wieder perfekt, sodass wir einen sehr besonderen Lunch hatten. Neben dem gegrillten Fisch gab es auch den typischen, in Kokosmilch eingelegten, rohen Fisch. Zum Essen saßen wir auf einer Bank im Wasser und um uns herum schwommen Haie. Ein wirklich sehr besonderes Erlebnis für uns alle! Nach einer weiteren Stunde Rückfahrt mit dem Boot haben wir noch versucht, Delfine zu sehen, doch das war uns an diesem Tag nicht vergönnt. Dafür waren wir noch einige Zeit im sog. Aquarium, einem Korallenriff in der Nähe der Küste in der Lagune, noch Schnorcheln und waren immer wieder von der Vielfalt und Anzahl der Fische beeindruckt. Am frühen Abend, wieder zurück in unserer Unterkunft, waren Raphael und ich noch eine Runde Kajak fahren, bevor wir dann nach einer Süßwasserdusche bei uns zum Abendessen gegangen sind. Erwartet hat uns ein exzellentes 3-Gänge-Menü mit Produkten der Insel. Für die Boys hatten wir nach der Erfahrung vom letzten Mal nur Nudeln mit Soße + Nachtisch bestellt.
05.April 2026: Heute stand noch einmal Tauchen auf dem Plan. Diesmal gleich alle zusammen. Nach einem frühen, gewohnt leckeren Frühstück waren wir pünktlich um 07:30 Uhr an der Tauchschule, um uns als Familie zum Tauchen einzuchecken. Diesmal hatten wir zu viert den Tauchinstruktor, den wir bereits kannten. Entgegen unserer Erwartung ging es dann jedoch nicht zum ruhigen Aquarium innerhalb der Lagune, sondern wieder raus auf den Ozean an das Korallenriff. Doch diesmal war die See nicht so rau und wir alle schon etwas routiniert. Jonathan und Raphael haben sich an Jule, unseren Guide, gehalten und Katrin und ich waren in der Gegend. Gelohnt hat es sich allemal wieder rauszufahren. Wir haben Delphine, Seeschildkröten, Haie und viele andere Fische gesehen. Auch die Rückkehr ins Boot war dieses Mal einfacher, sodass wir alle mit einem super Taucherlebnis die Tauchbasis verlassen haben. Zum Mittagessen ging es mit den vernünftigen Mountainbikes der Lodge zu einem Café, das direkt am Pass lag. Dort haben wir Uno gespielt und mal wieder sehr gut gegessen. Für Joni gab es Nudeln mit Olivenöl, und Raphael hatte ein Panini mit Schinken und Käse. Ich hatte den Mittagslunch mit geräuchertem Fisch auf Kokosbrot und Fisch-Tarte. Zum Nachtisch gab es ganz französisch noch eine Apfeltarte, und weil ja Ostersonntag war, für jeden noch ein Schokoladen-Osterei aus dem Kühlschrank. Für den Nachmittag hatte Katrin einen Tauchgang nur für uns Erwachsene bei einer anderen, kleineren Tauchschule organisiert. Während die Jungs alleine in unserem Cottage waren, haben Katrin und ich am äußeren Riff des Tiputa-Passes noch ein schönes Taucherlebnis gehabt. Abends sind wir dann mit den Bikes wieder an den Hafen zurückgefahren und haben schön und reichlich gegessen. Mit Stirnlampen ging es auch im Dunkeln gut zu fahren.
06.April: Da uns das Tauchen bei der kleineren Tauchbasis so gut gefallen hat, sind Katrin und ich kurzerhand nochmals zum morgendlichen Tauchen aufgebrochen. Pick-up um 07:30, sodass nur eine halbe Stunde Zeit für das Frühstück blieb. Die Nacht war trotz des starken Regenschauers ganz okay. Das Tauchen war zwar routinierter, aber immer noch beeindruckend durch die Unterwasserwelt. Das Highlight dieses Tauchgangs war eine dicke Moräne, um deren Maul herum die Fische geschwommen sind. Den Vormittag bzw. Mittag haben wir dann bei uns am Strand bzw. in der Lagune Zeit mit Kajaks und Stand-up-Paddleboards verbracht. Da unsere Anlage nur aus 6 Bungalows bestand, gab es immer ausreichend Kajaks, Paddleboards, Schnorchel, Masken, Flossen etc., die man nutzen konnte. Mittags sind wir mit den Bikes zu einem kleinen Shop mit selbst hergestellten Ketten aus Muscheln etc. gefahren. Katrin und Raphael haben sich entsprechend eingedeckt. Zum Lunch waren wir in einer Snackbar am Hafen. Dort gab es Chicken für die Jungs und Poisson Crux au Lait du Coco (roher Fisch, in Kokosmilch eingeleget) für uns. Da wir nun schon mal auf Rangiroa sind und es zumindest die theoretische Möglichkeit gab, auch den Tiputa-Pass entlangzutauchen, haben Katrin und ich uns für den Nachmittag nochmals für den letzten Tauchgang angemeldet. Und auch wenn die Strömung es nicht zuließ, dass wir den Pass entlangtauchen, war der Tauchgang dennoch besonders. Neben einem großen (giftigen) Steinfisch haben uns Delphine so eng begleitet dass man sie “streicheln” bzw. anfassen konnte. Ein für uns beide bisher einmaliges Erlebnis und etwas total anderes als ein organisiertes “Schwimmen mit Delphinen”. Am Abend haben wir wieder in unserer Anlage gegessen. Für die Kids gab es Pasta und Dessert. Für die Eltern zunächst geräucherter Thunfisch auf Avocado-Creme, dann als Hauptgang Mahi-Mahi mit Lauch und Kokossauce und als Nachtisch eine Zabaione mit Grapefruit. Alles war wieder sehr lecker und frisch zubereitet. Dieses Mal waren unsere Tischnachbarn keine Franzosen oder Tahitianer, sondern Amerikaner aus Colorado und dem UK, mit denen wir uns ganz gut unterhalten haben und die jeweils ihre "Geschichte über die Deutschen“ erzählt haben. Den letzten Abend haben wir dann noch mit tahitianischem Rum und den Tauchvideos des Tages ausklingen lassen.
07.April 2026: Unser letzter Tag auf Rangiroa. Netterweise konnten wir bis zur Abreise um 14 Uhr in unserem Bungalow bleiben, sodass wir nochmals einen sehr schönen Tag hatten. Da zwei Flüge anstanden, konnten wir nicht mehr tauchen und verbrachten den Vormittag auf einer Perlenfarm. Dort haben wir eine sehr interessante Führung erhalten und letztlich auch ein paar Perlen gekauft. Katrin als Ohrringe und Raphael als Kette. Sehr interessant zu erfahren, wie die Perlen hergestellt werden. Wenn man den Arbeitsplatz so sieht, denkt man, dass es schlechter sein könnte. In Summe jedoch sehr mühsam. Auf dem Rückweg sind wir mit den Bikes an einem kleinen Laden vorbeigefahren und haben uns zum Mittagessen frisches Baguette und franz. Salami gekauft. Nach dem kleinen Snack bei uns im Bungalow sind wir dann nochmals mit Paddleboards und Kayak in die Lagune gefahren. Der Rückflug, der direkt nach Papeete und dann weiter nach Bora Bora war, war sehr effizient. Etwas hektisch, da wir in Papeete unser Gepäck wieder in Empfang nehmen und neu einchecken mussten. Dafür hatten wir insgesamt 25 Minuten Zeit. Da beide Flüge bei Moana Air waren wurden wir gleich empfangen und direkt wieder zum Gate begleitet. So musste der Flieger nach Bora Bora nur 5 Minuten auf uns warten ;-)
In Bora Bora angekommen, wurden wir erwartungsgemäß mit Blumenkränzen am Flughafen empfangen und direkt mit dem Boot zum Hotel gefahren. Die Anlage ist sehr schön und der Service ist wirklich super. Nachdem wir uns mit den inklusiven Snacks der Mini Bar sowie dem Welcome-Kuchen zu Abend durchgesnackt haben, sind Katrin und ich zum Abendgetränk noch an die Bar gegangen und haben uns einen leckeren Cocktail zur Einstimmung gegönnt. Den Preis haben wir lieber ignoriert ;-)
08.April 2026: Unser erster voller Tag auf Bora Bora in unserem Luxus-Overwater-Bungalow. Gleich nach dem Aufstehen sind wir direkt von unserem eigenen kleinen Steg in die Lagune gesprungen, um uns zu erfrischen. Ich wurde bei einem kleinen Schwimmausflug von einem Stingray begrüßt. Das Frühstück hat uns alle so sehr beeindruckt, dass es eine sehr große Auswahl in guter Qualität gab. Angefangen von wirklich zartem Thunfisch-Sashimi, über Nutella-Crepes und French Bread, über frischen Früchten der Insel bis hin zu in Kokusnussmilch gegartem Hähnchen. So haben wir sehr ausgiebig gefrühstückt. Zeit hatten wir ohnehin, da wir den hoteleigenen Bootsshuttle zum Schwesterhotel auf die Hauptinsel erst um 12 Uhr gebucht hatten. So haben wir einige Wateraction bei uns am Bungalow gemacht, Joni und ich sind von unserem Bungalow aus zum Hotelstrand geschwommen und wir alle haben uns die Zeit dann noch im Hotel Pool vertrieben, bis es „endlich“ Eis für die Kinder for free gab. Um 12 sind wir dann mit dem Boot zum anderen Intercontinental-Hotel auf der Hauptinsel gefahren . Von dort sind wir zu Fuß zum Strand und haben in der anscheinend sehr berühmten Bora Bora Bar einen Lunch bzw. Mocktails gehabt, bevor wir unsere E-Scooter abgeholt haben. Mit elektrischen Rollern einmal die Insel umzurunden war für uns alle ein schönes Erlebnis. Nicht zu viel Verkehr und mit den elektrischen Rollern auch keine Abgase oder Motorengeräusche. So gleitet man über die Insel mit etwas Fahrtwind bei 30 Grad C. In einem kleinen Supermarkt haben wir uns dann für den Abend mit Baguette, Käse, Salami, Bier und Rum eingedeckt. Bevor unser Boot zurückging, waren wir noch ein wenig im Hotelpool und Strand des Schwesterhotels. Wieder in unserem Bungalow angekommen, haben wir nur noch unsere Snacks gegessen, die Jungs waren nochmals im Wasser und wir haben den ersten Tag auf unserer Terrasse über dem Wasser in der Lagune mit einem hausgemachten Cocktail, Uno und anderen Spielen ausklingen lassen.
09.April 206: Heute sind wir mal wieder früh aufgestanden, damit wir ausreichend Zeit für das super Frühstücksbuffet hatten, da wir am Steg um 8:15 h zum Tauchen abgeholt wurden. Wir hatten noch eine letzte Tauchtour für uns alle gebucht. Dass es an diesem Morgen in Strömen regnet, konnte man nicht planen. Immerhin war es nicht kalt. Das Boot war ideal vorbereitet und hatte alles für uns parat. Nach einer kurzen Absprache haben wir uns so aufgeteilt, dass Jonathan & Raphael einen eigenen Guide hatten, der mit ihnen bis zu einer Tiefe von max. 6 Metern getaucht ist. Hier haben sie es mit der offiziellen Regelung, dass Kinder unter 10 Jahren nur maximal 6 Meter tauchen dürfen, genau genommen. Auf Rangiroa war Jonathan auch schon auf 10 Metern Tiefe. Nichtsdestotrotz waren Katrin und ich noch mit 2 weiteren Tauchern und einem Guide unterwegs. Während ich nach den ersten 5 Minuten bei relativ schlechter Sicht dachte, na das war ja wohl ein Reinfall, hat sich meine Meinung schlagartig geändert, als der erste Manta Ray über mich geglitten ist. Unbeschreiblich diese Tiere so zu erleben. In keiner Weise mit organisierten Mantaray-Touren auf Hawaii vergleichbar…Und auch beim zweiten Tauchgang mit deutlich besserer Sicht wurden wir zum Abschluss unseres Urlaubs belohnt. Ein Rudel von Eagle Rays ist in der Strömung geglitten, und wir konnten sie über 5 Minuten beobachten. Auch das ist einfach unbeschreiblich. Zwischenzeitlich hatte auch der Regen aufgehört, es gab Tee und Kekse. Die Jungs haben auch Mantarochen und sogar Seepferdchen gesehen und waren entsprechend begeistert. Somit hat sich die letzte Tauchtour doch gelohnt, und wir sind alle voller intensiver Erlebnisse wieder zum Mittagessen ins Hotel zurückgekehrt. Den Nachmittag haben wir im Hotel mit Pool, Strand, Tischtennis, Schwimmen in der Lagune, Sprungaction an unserem privaten Steg verbracht. Zum Abendessen hatten wir bei uns im Hotel einen Tisch reserviert, um die Feuershow zu sehen. Das Essen war durchaus gut. Für die Jungs Pizza, für Katrin und mich lokalen Fisch und einen guten Weißwein. Die Feuershow war ganz nett, doch etwas pauschal-touristisch. Aber was will man auch anderes erwarten ;-)
10.April 2026: Der letzte Tag im Paradies…da wir recht einfach unseren Flug von Bora Bora nach Papeete nach hinten verschieben konnten, ging unser Boots Shuttle erst um 3h nachmittags. Air Mona als kleine Fluglinie war sehr flexibel und unkompliziert. Eine E-Mail geschrieben, Antwort von einer realen Person bekommen mit Alternativen, man antwortet, und schon ist man umgebucht…So haben wir nochmals das exzellente Frühstück ausgiebig genossen. Haben nochmals die Stand Up Paddle Boards und die Kajaks genutzt und Zeit am Pool oder beim Tischtennis verbracht. Wirklich schön: Von unserer Villa aus konnte ich zum Strand schwimmen. Zwar mussten wir unsere schöne kleine Villa auf dem Meer um 11h verlassen, doch wir konnten natürlich weiter im Hotel sein und unseren Transfer Room mit Dusche beliebig nutzen. Der Bootstransfer war gewohnt gut und die Abfertigung am Flughafen einfach. Kein Wunder bei der Größe ;-). Zum Glück sind wir nicht mit der Alternativairline Air Tahiti geflogen, da diese bestreikt wurde und die Flüge gestrichen wurden. Wäre das uns passiert, hätte es einiges an Umorganisation bedurft, da unser Rückflug am nächsten Tag sehr früh nach San Francisco geplant war. Nach dem 40-minütigen Flug von Bora Bora nach Papeete ging es in eine kleine Pension, in der wir kurz eingecheckt haben, um dann zu Fuß an den Hafen zum Abendessen zu gehen. Direkt am Hafen, auf einem großen Platz, gab es einige Essensstände mit Plastiktischen und -stühlen. Sehr einfach, aber dafür auch sehr gutes, lokales Essen. So hatten Katrin und ich zum Abschluss nochmals Poison Cruz au lait coco (roher Fisch, in Kokosnussmilch eingelegt), Thunfisch-Tartar und halbgaren Thunfisch. Zum Dessert gab es dann noch einen anständigen Crêpe mit Nutella für die Jungs und einen mit Vanille-Rum flambierten Crêpe für mich. Ein rundum schöner Abschluss eines Urlaubs, der für uns alle voller intensiver Eindrücke war. In Tahiti kann man sagen, dass die Welt noch in Ordnung ist. Kein Massentourismus, intakte Riffe, unbeschreibliche Unterwasserwelt und eine einmalige Kombination aus franz. Küche mit lokalen Einflüssen.